Prozess gegen Merklingen Schweinemastbetrieb

Prozess gegen Merklingen Schweinemastbetrieb

Laut der Schwäbischen Zeitung hat der Berufungsprozess um die verheerenden Zustände in einem Merklinger Schweinemastbetrieb vor dem Landgericht Ulm eine überraschende Wendung genommen. Der für Tierquälerei angeklagte Landwirt hat seine Verteidigerin eine von ihm verfasste Erklärung vorlesen lassen, in der er der Tierschutzorganisation „Soko Tierschutz“ sowie dem Aktivisten Friedrich Mülln ausdrücklich dankt. Hätten diese die Zustände in seinem Mastbetrieb nicht öffentlich gemacht, hätte er nicht gewusst, wie es mit ihm und seiner Familie weitergegangen sei. Vor gut einem Jahr wurde der Merklinger Landwirt zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren Haft wegen Tierquälerei verurteilt. Jedoch legten Verteidigung und Staatsanwaltschaft Berufung ein. Vor dem Ulmer Landgericht protestierten während des Prozessauftakts am Mittwoch zahlreiche Tierschützer. Sie fordern weiterhin eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

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